Dass der 8. Mai als Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime als fester Feiertag in ganz Deutschland begangen werden soll, fordert Esther Bejarano. Als Vorsitzende des Auschwitz-Komitees in Deutschland, Überlebende von Auschwitz und Ravensbrück, schrieb sie in einem Offenen Brief zum 27. Januar 2020, dem 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz durch die Rote Armee an Bundespräsident Steinmeier und Bundeskanzlerin Merkel. Ein solcher Feiertag würde helfen, „endlich zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschlagung des NS-Regimes“, so Bejarano, die 1943 in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert worden war und dort im Mädchenorchester spielte. Später zwangen die Nazis sie, auf einen der sogenannten Todesmärsche zu gehen, bei dem sie fliehen konnte.

Auf Grund der augenblicklichen Regelungen bezüglich der Corona Pandemie ruft die VVN- Bund der Antifaschisten dem Esther Bejerano angehört zu einem dezentralen Gedenken auf. Bis zum 8. Mai wollen Menschen an Orten, die an die Opfer des Faschismus und des Widerstands erinnern, mit Schildern, Plakaten oder Blumen den Befreiern danken. Diese Aktionen sollen fotografiert und mit allen Menschen über die sozialen Medien geteilt werden.

Um diese Forderung zu unterstützen und der Opfer zu gedenken, legte Christiane Busmann einen farbigen Blumenstrauß im Namen des Vereins Bürgerzentrum Schuhfabrik an dem Denkmal von Frank Mau in der Klosterstraße, Ecke Klostergasse nieder. Das Denkmal besteht aus einer senkrecht stehenden Eisenbahnschiene mit der Ziffer 4851. Die Schiene steht für die Deportation in Eisenbahnwaggons von 98 Ahlener Juden in die Konzentrationslager. Die Zahl 4851 ist die Summe aller Zahlen von 1 bis 98.

„Wir wollen damit zeigen, dass wir die Aktion den 8. Mai zum bundesweiten Feiertag zu erklären für wichtig erachten. Wir fordern die Bundesregierung und alle Landesregierungen auf die dafür erforderlichen Schritte einzuleiten.“ erläutert Christiane Busmann.