Wer derzeit wenn es dunkel ist am Bürgerzentrum Schuhfabrik vorbei geht, sieht im wahrsten Sinne des Wortes rot. Damit will das Soziokulturelle Zentrum im Herzen von Ahlen auf die Situation in der Kultur- und Veranstaltungsbranche aufmerksam machen, denn dort herrscht seit Beginn der Corona-Pandemie Schutzbestimmungen im März „Alarmstufe Rot“. 

Mit dem neuerlichen Lockdown im November, verschärft sich die Situation für alle in diesen Bereichen Tätigen dramatisch. Für die Schuhfabrik bedeutet es die Absage von Veranstaltungen, Einstellung des Raumangebots für externe Gruppen und natürlich die Schließung der Gastronomie, bis auf den Außerhaus Verkauf. Deswegen solidarisiert sich die Schuhfabrik mit der bundesweiten Aktion von „Alarmstufe Rot“, einem Bündnis der einflussreichsten Initiativen und Verbände der deutschen Veranstaltungswirtschaft und beleuchtet das gesamte Gebäude von innen im November rot aus. „Damit setzen wir ein Zeichen für freischaffende Künstlerkollegen, Bühnen- und Backstage-Mitarbeiter und über 1 Mio. Beschäftige im Veranstaltungswesen.“ beschreibt Kulturprogrammplaner Theo Heming die Motivation der Schuhfabrik und bedankt sich bei Niklas Inderwiedenstraße für die Anregung und Durchführung der Illumination.

Die Veranstaltungswirtschaft steht an erster Stelle der Roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Branchen. „Alarmstufe Rot“ fordert einen Rettungsdialog mit der Regierung, um gemeinsam einen Weg aus der Krise zu finden.

Die Veranstaltungswirtschaft hat die von Bund und Ländern auferlegten Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung bisher sämtlich vorbildlich mitgetragen. Bei den beschlossenen Hilfsmaßnahmen für Unternehmen wurde die Veranstaltungswirtschaft jedoch völlig unzureichend berücksichtigt.

Hinter „Alarmstufe Rot“ stehen die großen Verbände der Veranstaltungsbranche, unter anderem der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV), der Famab Kommunikationsverband von Messebauern, Event-Unternehmen und Marketing-Agenturen oder die Vertretung der Schausteller und Marktkaufleute. Nach Angaben des Bündnisses ist die weit verzweigte deutsche Veranstaltungswirtschaft mit einem Umsatz von 130 Milliarden Euro und mehr als einer Million direkt Beschäftigten der sechstgrößte Wirtschaftszweig des Landes.

Mehr Infos unter alarmstuferot.org.

Foto: Copyright Niklas Inderwiedenstraße